Titel: R. A. Stemmle verweist gleich auf zwei Themen, die uns aus naheliegenden Gründen interessieren: der Magdeburger Autor und Regisseur hat (nicht nur) den antisemitisch grundierten Justizskandal in Magdeburg 1926 in Buch und Film verarbeitet, er war u.a. als Puppenspieler auch auf der Deutschen Theaterausstellung erfolgreich. Mehr erfahren Sie bei FILM und GESPRÄCH, 3.12., 19.30 Uhr.
Montag, 02. November | 18.00 Uhr – Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
OFFIZIELLE ERÖFFNUNG der Tage der jüdischen Kultur und Geschichte Magdeburg 2026
und die Verleihung des Hermann-Spier-Preises 2026
Mit zeitgenössischem Tanz zur Dichtung Hilde Domins von und mit Andrea Rivas, Laura García Aguilera und Lena Wenke
Begrüßung: Norbert Pohlmann
Grußwort: Larisa Korshevnyuk, Jüdische Gemeinde zu Magdeburg e. V.
Der Hermann-Spier-Preis wird gestiftet vom Förderverein „Neue Synagoge Magdeburg“ e. V.
Diesjährige Preisträgerin: Margarethe Rosine Aaltje Pepping aus Gouda / NL
Laudation: Waltraut Zachhuber
Mittwoch, 04. November | 19.30 Uhr – Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
KONZERT „Leise schwimmt der Mond durch mein Blut“ - Lieder nach Gedichten von Else Lasker-Schüler
mit Elena Janis Hamann (Gesang) und Tobias Rank (Klavier, Komposition)
Else Lasker-Schülers Gedichte erzählen von Sehnsucht und Schönheit, von Liebe und Tod, von Licht und tiefen Abgründen. Tobias Rank hat rund zwei Dutzend ihrer Gedichte für Gesang und Klavier vertont. Zwischen Klezmer, Jazz und Neuer Musik entfaltet sich eine vielschichtige Klangwelt, in der Elena Janis Hamanns Stimme und Ranks Klavier zu einer lebendigen musikalischen Begegnung werden – zart, kraftvoll und voller Überraschungen.
Montag, 09. November | 13.00 Uhr - Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
88 Jahre nach derReichspogromnacht von 1938
Donnerstag, 12. November | 19.30 Uhr – Gesellschaftshaus Magdeburg
STUMMFILM Max Davidson Comedies
Die heute fast vergessenen „Max Davidson Comedies“ gehören zu den besonderen Juwelen der Filmgeschichte. In vier Kurzfilmen aus den Jahren 1927/28 verkörpert Max Davidson einen liebevollen, schrulligen jüdischen Familienvater, der sich zwischen Tradition und dem modernen Leben in den USA behaupten muss. Mit feinem Humor und temporeichem Slapstick erzählen die Filme vom Alltag jüdischer Einwanderer – mal augenzwinkernd, mal turbulent und immer mit viel Menschlichkeit.
Donnerstag, 12. November | 19.00 Uhr - Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
VORTRAG Heiter und ernst – kurz und knackig
Ein jüdisch-christlicher Blick auf Spruchweisheiten gestern und heute
mit Igor Mendel Itkin, Gemeinderabbiner Synagogengemeinde zu Magdeburg und Winfried Ernst, Lehrer und Mittel stufenkoordinator am Norbertusgymnasium Magdeburg
Gemeinderabbiner Itkin stellt jüdische Spruchweisheiten über das Leben vor – prägnant, humorvoll und zeitlos. Danach beleuchtet Winfried Ernst christliche und moderne Sinnsprüche von Jesus bis Goethe und Rilke und fragt, wie sie Menschen prägen und zwischen Emanzipation und Vereinnahmung wirken.
Sonntag, 15. November | 16.00 Uhr – Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
Drei Ausnahmekünstler – die gefeierte Sängerin und Kantorin Shulamit Lubowska, der Opernsänger und Kantor Alexander Zakharenko und der Berliner Klezmer-Multiinstrumentalist Boris Rosenthal – verbinden Tradition und Gegenwart zu einem außergewöhnlichen musikalischen Erlebnis.
Von Adon Olam bis „Fiddler on the Roof“, von sephardischen Liedern auf Ladino bis zu modernen Hymnen in Hebräisch, Jiddisch, Deutsch, Englisch und Russisch reicht ihr Repertoire. Kantorengesang trifft auf Oper, Jazz und internationale Melodien – spirituell und weltlich, berührend und voller Lebensfreude. Ein Konzert, das jüdische Musik in ihrer ganzen Vielfalt hörbar macht.
Montag, 16. November | 20.00 Uhr – Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
JAZZ IN DER KAMMER spezial
Daniel Kahn, ein in-Detroit-geborener jiddischer Troubadour, der jetzt in Hamburg lebt, war bereits zwei Mal im Forum und begeisterte zunächst mit seiner Band Painted Bird und später solo das Publikum außerordentlich.
Jetzt bestreitet er mit seinem langjährigen Freund, dem legendären Bremer-Berliner Klezmer-Multiinstrumentalisten Christian Dawid, ein radikales Programm mit neuen und alten Liedern, geschmuggelt über die Grenzen von Jiddisch, Englisch und Deutsch. Eine Sammlung aus brüchigen Balladen, windschiefem Klezmer, Gefängnislamentos, Revolutionshymnen und apokalyptischem Blues.
Mittwoch, 18. November | 17.00 Uhr - Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
VORTRAG Israel im biblischen Kontext
Rabbinerin Alisa Bach beleuchtet religiöse Perspektiven auf das Verhältnis von Israel und der jüdischen Diaspora. Wie prägen jüdische Traditionen die Vorstellungen von Land, Staat, Zugehörigkeit und weltweiter Gemeinschaft?
Mittwoch, 25. November | 19.30 Uhr - Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
mit Karsten Troyke (Gesang), Daniel Weltlinger (Violine) und Martin Buhl Staustrup (Bass)
Karsten Troyke, Daniel Weltlinger und Martin Buhl Staustrup verbinden jiddische Melodien, alte Chansons und Volkslieder mit dem Lebensgefühl der Gegenwart. Troykes unverwechselbare, raue Stimme erzählt von heute – mal grotesk, mal melancholisch, immer mit feinem Humor. Geige und Kontrabass öffnen den Liedern neue Klangräume und lassen Tradition und moderne Musik miteinander verschmelzen.
Freitag, 27. November | 19.30 Uhr – Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
CONJAK „Lilly und ihre Sklaven“ – frei nach Hans Fallada mit Songs von Amy Winehouse
Mit Christiane Hagedorn (Spiel,Gesang), Martin Scholz (Piano, Spache) und Dieter Kuhlmann (Bass,Sprache)
Lilly ist clever, witzig, manipulativ – und vielleicht verletzlicher, als sie selbst zugeben will. Frei nach Hans Fallada erzählt Christiane Hagedorn die Geschichte einer Frau zwischen Rachsucht, Scham und Sehnsucht. Begleitet von Songs der viel zu früh verstorbenen Amy Winehouse entsteht ein Abend voller schwarzem Humor, Sinnlichkeit und Abgründen – spannend, berührend und erstaunlich zeitlos.
Dienstag, 01. Dezember | 19.30 Uhr – Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
PHILOSOPHISCHES GESPRÄCH Club der toten Philosophen
mit Carolin Dustmann, Dr. Antonio Roselli, Dr. Rainer Totzke und Prof. Dr. Eva Schürmann
Welche Zukunft bleibt uns – und was können wir heute noch gestalten? Im „Club der toten Philosophen“ begegnen sich Hannah Arendt, Hans Jonas und Emmanuel Lévinas. Ihre Gedanken zu Freiheit, Verantwortung und Menschlichkeit treffen auf die Fragen unserer Gegenwart. Drei Menschen aus der gegenwärtigen Philosophie verkörpern die jüdischen Denker und lassen ihre Stimmen wieder hörbar werden – in einem ungewöhnlichen Gespräch über unsere Zukunft.
Donnerstag, 03. Dezember | 19.30 Uhr – Forum Gestaltung, Bühne Schinkel-Vischer-Bau
FILM UND GESPRÄCH Affäre Blum (R. A. Stemmle und Erich Engel, DEFA 1948)
Nach einem Justizskandal im Magdeburg der Jahre 1925/26: Ein jüdischer Fabrikant wird zu Unrecht des Mordes beschuldigt und gerät ins Visier antisemitischer Vorurteile. Ein eindringliches Drama über Wahrheit, Gerechtigkeit und die Macht von Vorurteilen. Der aufsehenerregende Prozess wurde später verschwiegen, seine Akten und Dokumente nach 1933 vernichtet.
Öffnungszeiten: Mo–Fr 14–18 Uhr und nach Absprache
Eine Ausstellung mit Werken von Studierenden der Klasse „Bildhauerei/Figur” der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle unter der Leitung von Prof. Bruno Raetsch – Ausstellungshalle EG und OG
*ganz modern – Ständige Ausstellung zur Geschichte der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg am angestammten Ort, Schinkel-Vischer-Bau
Gefördert durch die Landeshauptstadt Magdeburg.
Mit freundlicher Unterstützung der Städtischen Werke Magdeburg
(Stand: 30. Oktober 2026. Änderungen vorbehalten)
Onlineshop Forum Gestaltung

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