*ganz modern

Dauer
01
.
01
.
00
-
01
.
01
.
00
Geöffnet
Mi. - So. 14-18 Uhr
Art
Sonderaus­stellung
Ständige Ausstellung
Sammlung
Eintritt
Eintritt frei
Eintritt frei
No items found.
No items found.

Die Ausstellung ganz modern* strukturiert sich durch verschiedene räumliche und inhaltliche Aspekte. Dabei ist der historische Gebäudekomplex, in dem die ehemalige Kunstschule einst wirkte, selbst das bedeutsamste Exponat der Ausstellung. Die beiden Arrangements von Schülerarbeiten exponierter Klassen im Treppenhaus des Emil-Thormählen-Flügels vernetzen den gestalterischen Geist, der einst hier herrschte, mit den Aktivitäten, die heute an diesem Ort stattfinden. Die Text- und Bildcollagen im Vestibül und im Korridor des heutigen Schinkel-Vischer-Baus dokumentieren die Geschichte der Schule und des Gebäudes. Den Kern der Ausstellung bergen die musealen Räume, die bis auf einige wenige Ausnahmen Arbeiten der eigenen, insgesamt etwa 4000 Objekte umfassenden Sammlung von Lehrer- und Schülerarbeiten präsentieren.

Wo sich heute die musealen Räume der Ausstellung und die Bühne des Forums Gestaltung befinden, waren nach Eröffnung des Hauses im Jahr 1887 zunächst zwei Fachklassen, die Bibliothek sowie ein Saal für Freihandzeichnen untergebracht. Nach Erweiterung der Schule in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg gab es hier dann einen großen Arbeitsraum für Installateure, einen Zeichen- und Vortragssaal sowie Maschinen- und Arbeitsräume für Tischler, die sich übereck bis zu dem Bildhaueratelier erstreckten. Dieses Atelier war eigens für den 1911 als Direktor eintretenden Rudolf Bosselt errichtet worden. Einige der originalen Arbeiten, die heute in der Ausstellung zu sehen sind, könnten also tatsächlich auch in diesen Räumen entstanden sein.

Die etwa 100 Exponate, die gezeigt werden, entstanden von den Jahren um 1900 bis in den Anfang der 1960er Jahre. Neben Arbeiten wichtiger Lehrer wie Albin Müller, Ferdinand Nigg, Richard Winckel, Johannes Molzahn, Walter Dexel oder Wilhelm Deffke liegt der Schwerpunkt auf den Studienarbeiten der Schüler, etwa aus der Klasse für Tier- und Pflanzenstudium, den Klassen für Architektur und Innenraum, denen für Textil und Buchgewerbe oder der freien Grafik. Um 1930 war die systematisch ausgearbeitet.

Lehre gestalterischer Grundlagen von besonderer Prägnanz. Ihre Ergebnisse faszinieren noch heute. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die neu eingerichtete Klasse für Glasgestaltung Ausgangspunkt für die überregional bedeutsame Magdeburger Glasgestaltung. Die seit 1914 bestehende Klasse für Fotografie überlebte die Schließung der Anstalt 1963 als Fernstudium an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.

Die ständige Ausstellung wurde 2019 im Verbund „bauhaus100“ und der Landesinitiative „Hier macht das Bauhaus Schule #moderndenken“ eingerichtet. Gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Landeshauptstadt Magdeburg. Mit freundlicher Unterstützung u. a. der Städtischen Werke Magdeburg, der ÖSA Versicherungen, regiocom Magdeburg, Stadtsparkasse Magdeburg und MDCC.

Informationen

Öffnungszeiten der musealen Räume: Mi bis So von 14 bis 18 Uhr oder nach Voranmeldung.

Eintritt: frei!

Spenden werden für den Aufbau der Sammlung Archiv Forum Gestaltung verwendet.

Führungen durch die Ausstellung und/oder den Gebäudekomplex, das heutige Forum Gestaltung, können unter folgender E-Mail angefragt werden: fuehrungen@forum-gestaltung.de

Mindestteilnehmerzahl: 8 Personen.

Kosten: 20,- € . Für Schulklassen frei.

Karten