[DE] Hans Lüdemann (p)
[ABJ] Aly Keita (bala)
[DE] Christian Thomé (dr, perc)
Im TRIO IVOIRE verbinden sich der Erfindungsgeist zweier deutscher Improvisatoren und eines Klang - Poeten von der Elfenbeinküste: Hier geht es um die reine Lust am Spiel, die sich frei über Traditionen und Kontinente erstreckt. Pianist Hans Lüdemann, der zuvor bereits mit Jan Garbarek, Paul Bley, Heinz Sauer und Marc Ducret zusammengearbeitet hatte, traf 1999 auf einer Solotournee in Westafrika den BalaphonMeister Aly Keita. Kurze Zeit später gründeten sie das perkussive Trio, ursprünglich mit Steve Argüelles am Schlagzeug, von 2007 - 2012 mit Chander Sardjoe, seit 2013 mit Christian Thomé.
Im TRIO IVOIRE begegnen sich persönliche Wurzeln aus den Traditionen von Jazz, europäischer und afrikanischer Musik - die können Gegensätze schaffen und Spannung erzeugen, aber auch miteinander verschmelzen. Die Verbindung des afrikanischen Balafons mit Klavier, Schlagzeug und Elektronik schafft einen zeitgenössischen Sound ohne Vergleich. Das hat weniger mit traditioneller Musik als damit zu tun, künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten in einer globalisierten Welt zu finden. Gemeinsam entsteht eine eigene Art von Musik jenseits der Klischees – ein lustvolles Spiel dreier außergewöhnlicher Musikerpersönlichkeiten zwischen Traditionen, Visionen und Experimenten.
Das TRIO IVOIRE war seither international in Clubs, Konzertsälen und auf Festivals zu Gast und hat 6 Alben veröffentlicht. Zuletzt erschien 2020 „Enchanted Forest“, eine Kombination mit dem Gesangstrio der Sängerinnen Tamara Lukasheva, Simin Tander und Amanda Becker und den Musikerinnen Alexandra Grimal und Lisa Wulff - und nun, 2025, erscheint das neue Trio-Album Nr. 7: „Resurrection“.
„Manchmal, für lange, versunkene Minuten, sind die drei in aller Offenheit so nah beieinander und bilden einen so komplexen gemeinsamen Ereignishorizont, dass man spürt: Das Trio Ivoire ist in visionärer Energie dabei, einen gänzlich eigenen Weg in der aktuellen improvisierten Musik zu markieren, weit entfernt von den breiten, suggestiven Autobahnen der Weltmusik. genau so weit auch entfernt von den idiomatischen Einzugsbereichen des zeitgenössischen Jazz.“
Frankfurter Rundschau

[DE] Julia Hülsmann (p)
[AO] Aline Frazão (voc)
[NO] Live Maria Roggen (voc)
[DE] Michael Schiefel (voc)
N.N. (vl)
[DE] Susanne Paul (vc)
[DE] Eva Kruse (bass)
[DE] Sebastian Merk (dr)
Julia Hülsmann zählt zu den prägenden europäischen Jazzpianistinnen der Gegenwart. Ihre Musik zeichnet sich durch eine besondere Nähe zur menschlichen Stimme aus. In zahlreichen Projekten arbeitete sie mit Sängerinnen und Sängern wie Rebekka Bakken, Roger Cicero und Theo Bleckmann zusammen. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet sie als die „sensible Seele unter den deutschen Jazzpianistinnen“ und hebt die poetische Qualität ihres melodiebetonten Spiels hervor.
Für ihr aktuelles Projekt hat Hülsmann ein außergewöhnliches Oktett zusammengestellt. Mit dabei sind die Sängerinnen Aline Frazão aus Angola und die Norwegerin Live Maria Roggen sowie der deutsche Sänger Michael Schiefel. Ergänzt wird das Ensemble durch Eva Kruse (Kontrabass) und Sebastian Merk (Schlagzeug) sowie Cellistin Susanne Paul, die stilistisch zwischen Klassik, Jazz und Pop vermitteln.

Im Mittelpunkt stehen sowohl eigene Kompositionen als auch neu vertonte Texte und persönliche Songinterpretationen. Wenn die drei Stimmen zusammenkommen, entsteht ein vielschichtiger Klang, in dem jede Persönlichkeit deutlich hervortritt. So entstehen auch neue Perspektiven auf Songs von Ani DiFranco oder Alanis Morissette.
Eine Besonderheit des Projekts ist die instrumentale Konstellation: Hülsmann verbindet ein klassisches Trio aus Klavier, Violine und Cello mit einem Jazztrio aus Klavier, Kontrabass und Schlagzeug. Diese ungewöhnliche Besetzung ermöglicht spannende Klangkombinationen und ein breites musikalisches Spektrum.
Auf dem Album While I Was Away verbindet Hülsmann Komposition, Improvisation und Literatur. Texte von Autorinnen und Autoren wie Emily Dickinson, Margaret Atwood und E. E. Cummings fließen ebenso ein wie Einflüsse aus brasilianischer Musik, kammermusikalischen Strukturen und frei improvisierten Passagen.
So entsteht ein lebendiges Ensembleklangbild, das musikalische Kulturen und Ausdrucksformen miteinander verbindet.
Hülsmanns Kompositionen zeichnen sich stets durch einen großen Respekt vor der Melodie aus, der ihren besten Arbeiten Tiefe und eine bleibende Qualität verleiht.
Jazz Wise Magazin
(Änderungen vorbehalten)
im Forum Gestaltung und Gesellschaftshaus Magdeburg
IM GESELLSCHAFTSHAUS
Altmann-Dillmann-Bark - New Sacred Music [DE]
Petzold - Bauer - Morgenstern [DE]
IM FORUM GESTALTUNG
KIND – Kontrolliert Entgleiste Kammermusik [DE, AU, IR, BR]
Mike Parker Trio [US, PL]
IM GESELLSCHAFTSHAUS
Trio Ivoire [DE, ABJ]
Julia Hülsmann Oktett [DE, AO, NO]
IM GESELLSCHAFTSHAUS
Jacques Schwarz-Bart - Harlem Suite [US, FR]
