Ab dem 26. Februar 2026 steht die wachsende Ausstellung „Neuigkeiten von Gestern“ vor allem im Zeichen der modernen Begeisterung für Bühnenmasken.
Es wird daran erinnert, dass die vor 100 Jahren noch für 1926 geplante „Deutsche Theaterausstellung Magdeburg“, wie im Januar 1926 beschlossen, „Maske Magdeburg“ heißen sollte. Wilhelm Deffke hat dafür ein bis heute faszinierendes grafisches Erscheinungsbild - mit einer gleichermaßen radikalmodern und archaisch wirkenden Maskendarstellung – entwickelt, dass er vor 100 Jahren – im Februar 1926 – den Magdeburgern präsentierte.
Im Forum Gestaltung werden nun Bilder und Reproduktionen von historischen Masken gezeigt, von denen die Tanz- und Theaterwelt 1926 fasziniert gewesen ist, aber auch einige aktuelle Maskenentwürfe, die heute von den historischen Masken inspiriert worden sind. Dazu gibt es Texte, in denen verhandelt wird, inwieweit sich in der Faszination für Masken ein zentrales Diktum und Versprechen der europäischen Moderne widerspiegelt: Jeder und Jede kann sich selbstbestimmt wieder (neu) erfinden und mit Identitäten spielen.
Im Theater ist die Maske oft ein Accessoire für Grenzgänge. Masken können Menschen ganz anders, d.h. schöner und erhabener oder interessanter, geheimnisvoller und gefährlicher erscheinen lassen. Vor allem können sie – nicht zuletzt im Verbund mit anderen szenischen Mitteln - andere als die gewöhnlichen Realitäten aufscheinen lassen und somit auch dabei helfen, neue Darstellungsformen sowie formal verdichtete Formen des Ausdrucks zu entwickeln.
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Zur Eröffnung am 26. Februar zeigen internationale Architektur-Studierende der Hochschule Anhalt Dessau die von Xanti Schawinsky inspirierte Maskenperformance „playing a day“, die im Wintersemester 2025/2026 in dem von Torsten Blume, Tomoya Kawamura und Matthias Lipeck geleiteten Kurs „Performative Architektonik“ entwickelt worden ist. Anschließend begleitet Rouzbeh Shamsmalayery (Iran) den Abend musikalisch.