Theater für die Ohren

Datum
Thu
.
25
.
06
.
26
Beginn
18:00
Uhr
Ort
Ausstel­lungs­halle
Eintritt
Eintritt
Eintritt frei
No items found.
Karten

Theater für die Ohren

„Neuigkeiten von Gestern“ -

auf dem Weg zum Jubiläum der Deutschen Theaterausstellung Magdeburg 1927

Nach Tanz, Mythos Faust und zuletzt Masken steht das „Theater für die Ohren“ im Mittelpunkt der neuesten „Neuigkeiten von Gestern“, so der Titel der sich wandelnden Ausstellung, mit der sich das Forum Gestaltung seit August letzten Jahres auf den Weg machte, die Bedeutung und die Potenziale der Deutschen Theater-Ausstellung Magdeburg 1927 in unserer kulturell und gesellschaftspolitisch brisanten Gegenwart Etappe für Etappe zu erkunden.

Ziel ist im nächsten Jahr eine ausgreifende Ausstellung im Forum, die das Theater in all seinen Facetten und vor allem als Fest, das die kulturell-künstlerischen Errungenschaften feiert, aufzuzeigen gewillt ist.

Ab dem Juni 2026 verwandelt sich die Ausstellung „Neuigkeiten von Gestern“ in einen Hör-Raum, der also einem „Theater für die Ohren“ gewidmet ist, das schon die Macherinnen und Macher der Deutschen Theaterausstellung 1927 fasziniert hat und das bis heute viele Theaterschaffende zu besonderen akustischen Theaterprojekten inspiriert. In den 1920er Jahren, als sich der Rundfunk zum Massenmedium entwickelte, sind nicht nur Musik, Nachrichten und Vorträge gesendet worden. Es ist auch versucht worden – unter anderem auf der „Sendespielbühne“ der Magdeburger Theaterausstellung – ganze Theaterstücke akustisch live im Radio zu übertragen. Damit war die Hoffnung verbunden, dass das Radio vielleicht zu einer Art von „Bühne“ für ein neuartiges Hörtheater werden könnte, welches durch das Nur-Hören zu einem „mentalen Sehen“ anregt und damit vielleicht stärker noch als bei einem vollständigen Schauspiel die Einbildungskraft stimuliert. So entstanden seit der Mitte der 1920er Jahre neben Live-Übertragungen von Theaterstücken auch eigens produzierte Hörspiele, bei denen nach Wegen gesucht worden ist, das dramatische Geschehen nicht nur sprachlich, sondern auch die damit verbundenen räumlichen Stimmungen mit Klang- und Geräuschgestaltungen intensiv zu vermitteln. „Zauberei auf dem Sender“ von Hans Flesch war 1924 das erste deutsche, vom Südwestdeutschen Rundfunkdienst ausgestrahlte Hörspiel. In der Ausstellung „Theater für die Ohren“ wird dieses Stück, von dem keine Tonaufzeichnungen erhalten sind, mit zwei Neuproduktion vom Hessischen Rundfunk (1962) und vom Südwestrundfunk (2024) vorgestellt.

Hans Flesch (um 1929)

Zudem sind Aufzeichnungen der Kinder-Radiosendung „Funkheinzelmann“ zu hören, die ebenfalls 1924 erstmals ausgestrahlt wurde und von Hans Bodenstedt für die Nordische Rundfunk AG (Norag) in Hamburg bis 1933 produziert worden war. Ergänzend zu den historischen Beispielen sind aber auch einige exemplarische Projekte von heute – zum Beispiel von der Theaterakademie Köln – zu hören, die in Hörspielen, mit Audiodeskriptionen von Theaterstücken oder in Podcasts mit den Möglichkeiten der Hörtheater- und Klangkunst experimentieren.

Eröffnet wird die nächste Wegstrecke in Vorbereitung des 100. Jahrestags der grandiosen Magdeburger Ausstellung am 25.Juni 2026 um 18:00 Uhr u.a. mit einer Klangcollage aus Tondokumenten des von Wilhelm Doegen auf der Magdeburger Theater-Ausstellung 1927 präsentierten Lautarchivs und Santur-Improvisationen von Rouzbeh Shamsmalayery. Und natürlich mit der „Ausstrahlung“ des schon erwähnten ersten Hörspiels der deutschen Radio-Geschichte. Zu sehen sein werden dann auch historische Fotografien und Dokumente aus der Anfangszeit eines neuen Mediums, das bis heute an Faszination nichts verloren hat.

Eine Familie mit Detektorenempfänger (um 1920)
Radio Play at WGY (1923)

Weitere Vorstellungen

No items found.

Einlass

Eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn

Preisinformation

Eintritt frei

Einkaufswagen

Folgen Sie uns auch auf Social Media

Instagram Forum Gestaltung
Facebook Forum Gestaltung
YouTube Forum Gestaltung